Brauchtum & Tradition im Frühling.

Ostern
Am letzten Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag, finden überall im Salzkammergut Palmweihen statt. Die dabei geweihten Palmbuschen bestehen in dieser Region traditionell aus neun verschiedenen Zweigen: Palmkätzchen, Roteibe, Stechlorbeer, Eibe, Eiche, Wacholder, Zeder, Buchsbaum, Stechpalme und Hasel. Nach der Palmweihe werden sie auf dem Feld oder im Herrgottswinkel angebracht, um so Segen zu bringen.

Mit dem Gründonnerstag beginnen schließlich die Osterfeierlichkeiten. In der Kirche wird die traditionelle Fußwaschung durchgeführt und die Glocken fliegen nach Rom. Ihr Verstummen ist ein Ausdruck der Trauer über den Tod Jesus. Statt Glockenläuten erklingen daher die Ratschen der Ministranten. Diese gehen mit ihren Ratschen oft von Haus zu Haus und erhalten dort ein kleines Taschengeld oder Naschereien. Besonders beliebt ist dieser Brauch in Ebensee. Das Essen grüner Speisen wie Spinat gehört ebenfalls zum Brauchtum rund um den Gründonnerstag. Besondere Bedeutung hat auch das Antlaßei, das von den Hühnern am Gründonnerstag gelegt wird, und besonderen Segen bringen soll.

Am Karfreitag werden traditionell die 14 Stationen des Kreuzweges gegangen. Besonders im Salzkammergut erfreut sich diese Tradition großer Beliebtheit, was auch an den zahlreichen aufwendig gestalteten Kreuzwegen in den einzelnen Ortschaften erkennbar ist. Um 15 Uhr folgt in den Kirchen schließlich die Karfreitagsliturgie.

Am Karsamstag wird die Auferstehung Christi gefeiert. Die Glocken kehren mit Gloria-Läuten wieder aus Rom zurück und das Taufwasser wird geweiht. Nach dem Gottesdienst entzünden Ministranten dann das Osterfeuer. In diesem Feuer angebrannte Weihscheite beschützen im weiteren Verlauf des Jahres Haus und Hof vor Unglück.

Am Ostersonntag findet schließlich überall im Salzkammergut die Speisensegnung statt. In den dafür bereiteten Weidenkörben befindet sich Selchfleisch, Osterbrot, Germgebäck, Eier, Butter sowie im Innviertel auch frisch ausgetriebenes Getreide. Wichtig: Mit den gesegneten Eiern darf nicht gepeckt werden und das gesegnete Brot muss mit der Hand gebrochen und darf nicht geschnitten werden. Das gebackene Osterlamm ist in vielen Ortschaften verbreitet und symbolisiert die Überwindung von Leid und Leben.

Am Ostermontag besucht man traditionell die erweiterte Familie. Eine lange Tradition hat in Vorchdorf im Bezirk Gmunden der Ostermontagskirtag. Der Sonntag nach Ostern wird auch Ahnlsonntag genannt und gehört im Salzkammergut ganz den Großeltern.

Maibaumaufstellen
Am ersten Mai wird überall im Salzkammergut der Maibaum aufgestellt. Hierbei handelt es sich um einen prächtigen, entrindeten und mit zahlreichen Kränzen geschmückten Baum, der mit viel Bedacht ausgewählt wird. Nicht nur das Aufstellen selbst, auch die Vorbereitungen darauf werden ausgiebig zelebriert. In manchen Gegenden ist es Brauch, den Baum vor dem Aufstellen zu stehlen. Dieser muss dann mit deftigen Speisen und Getränken ausgelöst werden.

Pfingsten
In der Nacht zum Pfingstsonntag ist es in einigen Ortschaften nach wie vor üblich, seinen Mitmenschen Streiche zu spielen. Diese reichen vom Verstecken von Mülltonnen und Gartenmöbeln bis hin zum Ausstreuen von Sägespänen.

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