Exkurs: Wie der Bauer zum Vieh kam

Die Jungsteinzeit (das Neolithikum) markiert den Übergang des Menschen vom Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern, der Ackerbau und Viehzucht betreibt. In Mitteleuropa breitete sich die „neue Lebensweise“ ab ca. 5500 vor Christus entlang des Donauraumes aus – die österreichischen Bauern können also auf eine ausgesprochen lange Tradition zurückblicken!
(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Jungsteinzeit#Neolithische_Revolution)

Die damaligen Menschen fingen heimische Wildtiere ein und domestizierten sie. Zuerst waren es Schafe und Ziegen, etwas später folgten Rinder und Schweine. Das Zusammenleben bot allen „Beteiligten“ große Vorteile – denn im prähistorischen Europa standen neben den Menschen auch noch Wölfe und Bären an der Spitze der Nahrungskette. Die Menschen sorgten für die Sicherheit ihrer Tiere und für ein ausreichendes Angebot an Futter; dafür erhielten sie Wolle zur Herstellung von Textilien sowie Milch und Fleisch. Unterstützung beim Hüten ihrer Herden und dem Bewachen der Gehöfte erhielten sie von Hunden, die schon damals seit einigen Jahrtausenden mit dem Menschen zusammenlebten und den heutigen Großhunderassen bereits sehr ähnlich sahen.

Über viele Jahrhunderte hinweg änderte sich wenig an dieser Gemeinschaft. Erst in der Eisenzeit, also ab etwa 1000 vor Christus, trat das Haushuhn hinzu und bereicherte seine Besitzer um Eier und wärmende Federn. Hausgänse wurden erstmals von Germanen und Römern gehalten; letztere brachten auch die Katze bei ihrem Vormarsch über die Alpen mit in unsere Breiten.

Pferde wurden zwar seit etwa 1500 vor Christus schon in Europa gezüchtet, doch handelte es sich dabei fast ausschließlich um Reittiere. Erst im frühen Mittelalter hatten einzelne Pferderassen infolge von Zucht eine ausreichende Robustheit erlangt, um sie in Verbindung mit neuartigen Geschirren auch als Last- und Arbeitstiere effizient zu nutzen. Im Hochmittelalter schließlich fanden auch Kaninchen und Stallhasen den Weg auf den Bauernhof.
(vgl. http://www.ooegeschichte.at/epochen/urgeschichte/neolithikum/lebens-und-wirtschaftsform/ackerbau-und-viehzucht/ in Verbindung mit Wiki-Artikeln zu den jew. Tieren)

Die frühesten Bauern lieferten das stabile Nahrungsangebot, aufgrund dessen sich erst größere, dauerhafte Siedlungen bilden konnten: Sie setzten die so genannte Neolithische Revolution in Gang.
Und indem sie ihre gemächlichen Rinder durch leistungsfähige Pferde als Nutztiere ersetzten, konnten die Bauern im Mittelalter ihren Ertrag massiv steigern – erst dadurch wurde es möglich, die Versorgung ganzer Städte sicherzustellen.

 

Die Geschichte der Zivilisation ist also ganz wesentlich auch eine Geschichte der Landwirtschaft.

 

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